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Renner war Pizza backen

WÜNSDORF - Pizza backen war gestern der Renner beim zweiten Ausbildungstag an der Wünsdorfer Oberschule. Die praktische Einführung in den Beruf „Fachkraft für Systemgastronomie“ von World of Pizza hat den Schülern besonders Spaß gemacht. Das Unternehmen hat zwölf Standorte in Deutschland, unter anderem auch in Ludwigsfelde.

Was eine Fachkraft ausmacht, erläuterte Personalmanagerin Dörte Flores Arce: „In der Systemgastronomie sind alle Bereiche eines Restaurants standardisiert, also vereinheitlicht. Die Gäste bekommen in jeder Filiale die gleiche Produktpalette.“ Wer diesen Berufabschluss nach drei Jahren Ausbildung hat, sei in der mittleren Managementebene angekommen.

Neben dieser Firma aus Potsdam waren die Friedrich Rohwedder GmbH, ein Serviceunternehmen für Baumaschinen und Baugeräte, die Schaeffler Technologies GmbH und Co. KG, ein Zulieferer für die Automobilindustrie und das Krankenhaus aus Luckenwalde, die Baruther Klenk Holz AG, die Schnittholz, Hobelware, Konstruktions-, Profil und Gartenholz herstellt, sowie die Deutsche-Post-Tochter First Mail, der Fachverband Garten-, Landschaft- und Sportplatzbau und die Arbeitsagentur sowie die IHK Potsdam vertreten, um den Schülern der 9. und 10. Klassen Berufsperspektiven aufzuzeigen.

„Beim diesjährigen Ausbildungstag hatten wir es einfacher, Betriebe in die Schule zu holen“, freute sich Genia Grundmann-Grahl, die an der Oberschule als Berufseinstiegsbegleiterin arbeitet. Kenny Krüger hat zwar schon einen Ausbildungsplatz als Kfz-Mechatroniker in Aussicht, fand aber auch am Beruf des Industriemechanikers bei Schaeffler Gefallen. „Bei Rohwedder hatten wir heute die Möglichkeit, Motoren auseinander- und Getriebe zusammenzubauen“, berichtete der 17-Jährige.

Michelle Wohlrab lobte die praktischen Angebote und kritisierte die wenig anschauliche Einführung in die Berufe des Altenpflegers und der Krankenschwester. „Mich hat die viele Theorie nicht gestört“, entgegnete Vadim Garms. „Ich fand das alles gut, möchte gern Krankenpfleger werden.“

Steven Dintigner könnte sich vorstellen, als Briefzusteller zu arbeiten. „Bei First Mail hätte ich sogar die Möglichkeit, während der Ausbildung den Führerschein zu erwerben.“ Auch der Fachverband Garten-, Landschaft- und Sportplatzbau hatte an die Praxis gedacht. Ralf Meissner, Chef eines Zossener Gartenbaubetriebes, brachte ein Nivelliergerät mit und baute es auf dem Schulhof auf. „Damit werden Höhenunterschiede gemessen“, erklärte er.

(Von Heidi Borchert, Märkische Allgemeine vom 11.11.2011)